Beat D. Wyttenbach, Ex -Trainee, FH Burgdorf Abteilung Maschinentechnik, Vertiefungsrichtung: Energie- und Verfahrenstechnik
Weshalb haben Sie sich für das Trainee-Programm entschieden?
Während dem Studium wurde mir klar, dass ich in einer internationalen Firma arbeiten möchte. Am Karrieretag der HTI, in Burgdorf, hat mich das Trainee-Programm von ABB fasziniert und mit seinen drei Stationen in 15 Monaten, inkl. Auslandeinsatz, überzeugt.
Durch die individuelle Gestaltungsmöglichkeit der Stationen kann ich in kurzer Zeit viel sehen und in Gebieten arbeiten, die mich besonders interessieren. Die Teilnahme an verschiedenen Anlässen und die Möglichkeit sich on- sowie off-the-job weiterzubilden runden das Programm ab und erhöhen den Spassfaktor.
Können Sie uns kurz beschreiben, welche Trainee-Stationen sie durchlaufen haben und welches Ihre Aufgaben waren?
1. Station
ABB Schweiz, Entwicklung von Schaltanlagen, Oerlikon
In Oerlikon werden unter anderem Gasisolierte Schaltanlagen entwickelt, montiert und verkauft. Diese Anlagen dienen dazu teure Generatoren und Transformatoren vor Zerstörung bei Kurzschlüssen zu schützen.
Meine Aufgabe war die Entwicklung einer Aluguss-Kapselung für den Leistungsschalter der neusten und grössten Anlage. Es handelte sich dabei um eine komplette Neuentwicklung wie es sie in dieser Art noch nie gegeben hat. Zudem habe ich noch etliche kleinere Projekte spontan lanciert und mit Erfolg beendet.
Das halbe Jahr in Oerlikon war technisch sehr anspruchsvoll und ich konnte mein Fachwissen der Fachhochschule und Berufslehre anwenden und erweitern. In dieser Zeit habe ich in einem Team von erfahrenen Ingenieuren gearbeitet und wurde vollkommen integriert. Daneben habe ich in diverse andere Abteilungen reinschauen können und viele ABB Mitarbeiter kennen gelernt.
2. Station
ABB Schweiz, Berater bei Business Consulting, Baden
Diese Abteilung beratet zu 80% ABB und zu 20% externe Firmen. Momentan arbeite ich in einem Team von erfahrenen Senior Consultants an einem globalen Finanzprojekt für die ABB Gruppe.
Die Arbeit bei Business Consulting ist betriebswirtschaftlicher Art und hat nichts mehr mit dem Ingenieurwesen zu tun.
Ich habe die zweite Station bewusst nicht unmittelbar in der Technik gewählt, da mich Betriebswirtschaft schon während des Studiums interessiert hat.
Inwiefern konnten Sie sich on- wie auch off-the-job weiterbilden.
Da ich bewusst verschiedene Stationen wählte, waren die Voraussetzungen zur Weiterbildung on-the-job optimal.
Als besonders wertvoll erachte ich meine Erfahrungen im zwischenmenschlichen und organisatorischen Bereich: Ich musste mich immer wieder neu verkaufen, auf neue Mitarbeiter zugehen und mich schnell in unterschiedlichste Thematiken einarbeiten.
Meine Arbeit hatte ich selbständig zu planen und trug die Verantwortung, mit Unterstützung erfahrener Mitarbeitern, vor Ort das geforderte Resultat zu erreichen.
Parallel zu meiner Arbeit habe ich neben verschiedenen Fachkursen, einen 3-tägigen Kurs in Präsentationstechnik besucht und gegenwärtig verbessere ich meine Englischkenntnisse in einem Sprachkurs.
Was war ihr eindrücklichstes Erlebnis?
Obwohl die Zeit als Trainee bisher sehr viel Leistung abverlangte, hatte ich trotzdem viel Spass.
Es gibt nicht ein einziges eindrückliches Erlebnis. Nennenswert sind unzählige Events, z.B. die Trainee-Reise nach Schweden oder der PR-Anlass „ABB is in Town“ in Bern.