Jonas Wernli, Ex - Trainee, FH Aargau Abteilung Elektrotechnik, Vertiefungsrichtung: Kommunikationstechnik, Signalverarbeitung und Regelungstechnik
Wie wurden Sie auf das Trainee-Programm aufmerksam?
Am Kontakttag der FH Aargau hatte ich die Möglichkeit, ausführlich mit einem aktuellen Trainee zu sprechen. Seine sehr positiven Erfahrungen haben mich neugierig gemacht. Auf der Homepage habe ich dann die Details gefunden.
Weshalb haben Sie sich für das Trainee-Programm entschieden?
Nach dem Studium war mein Ziel innerhalb kurzer Zeit Erfahrungen in unterschiedlichen Projekten, verschiedenen Bereichen sowie im Ausland zu sammeln. Diese Möglichkeiten bieten die Trainee-Programme. Im Vergleich mit den anderen Trainee Möglichkeiten hat das Programm von ABB meine Vorstellungen am besten erfüllt. Entscheidend waren das globale Umfeld, die individuelle Gestaltungsmöglichkeit, die gezielte Förderung und der Auslandeinsatz.
Können Sie uns kurz beschreiben, welche Trainee-Stationen Sie durchlaufen haben und was Ihre Aufgaben waren?
1. Station
ABB Schweiz, Entwicklung von Kommunikationssystemen, Baden
In dieser Abteilung werden Kommunikationssysteme für den Datentransfer über Hochspannungsleitungen entwickelt, um entfernte Anlagen mit der Zentrale verbinden zu können. Meine Hauptaufgabe war die Modellierung eines Modems in Matlab inklusive der Evaluation der optimalen Filter- und Betriebsparameter.
In dieser technisch sehr anspruchsvollen Aufgabe konnte ich mein Fachwissen anwenden und erweitern. Gleichzeitig erhielt ich einen Einblick in die komplexe Projektplanung eines hochstehenden Entwicklungsprojektes, was sehr interessant war.
2. Station
ABB Schweiz, Verkauf von Schaltanlagen, Oerlikon
Diese Abteilung verkauft weltweit schlüsselfertige Systeme für Hochspannungsschaltanlagen. Einerseits arbeitete ich in der technischen Verkaufsgruppe an Offerten für Kunden in Island und Saudi Arabien und andererseits analysierte ich die Anwendung eines Verkaufstools im Rahmen eines internen Optimierungsprojektes.
In der Verkaufsgruppe ging es vorwiegend um Abklärungen der internen und externen Unterlieferanten der einzelnen Komponenten. Diese Aufgabe beinhaltete viele interessante Schnittstellen zur Engineering Abteilung und den jeweiligen Firmen.
Für das Optimierungsprojekt galt es eine Bestandesaufnahme zu machen und darauf basierend ein Marketingkonzept mit dem Ziel, die Anwendung des Tools zu erhöhen, zu erstellen. Die Grundlage dieser Arbeit waren Gespräche mit der Anwendergruppe.
In dieser Abteilung speziell zu erwähnen ist das multikulturelle Umfeld, in dem verschiedene Fremdsprachen täglich angewendet werden können und müssen.
3. Station
Südamerika, Implementation eines internen Optimierungsprojektes
Das obenerwähnte interne Optimierungsprojekt wurde im selben Jahr weltweit gestartet. Zu diesem Zweck implementierte ich während meiner Auslandstation, zusammen mit den lokalen Key-Usern, dieses Projekt in Südamerika .
Inwiefern konnten Sie sich on- wie auch off-the-job weiterbilden?
In den verschiedenen Abteilungen wurde die Weiterbildung durch die Arbeitskollegen und die Arbeit in den Projekten sichergestellt. Neben dem fachlichen Know-how konnte ich viel im zwischenmenschlichen und organisatorischen Bereich dazulernen.
Off-the job besuchte ich folgende Kurse
- Spanischkurs zur Vorbereitung auf die Auslandstation
- 5-tägiger Kurs: „Betriebswirtschaftliches Denken und Handeln“
- 3-tägiger Kurs: „PowerSpeech“, Präsentationstechnik
- 3-tägiger Kurs: “Excel Visual Basic Applications”
Was war Ihr eindrücklichstes Erlebnis?
Mein eindrücklichstes Erlebnis war die Kick-off Reise für das interne Optimierungsprojekt. Nach der Entwicklung dieses Tools in der Schweiz und in Schweden ging es darum, die Ländereinheiten von diesem Projekt zu begeistern. Zu diesem Zweck besuchten wir die lokalen ABB Einheiten in diversen Ländern in Südamerika und präsentierten das Projekt mit Erfolg. Während diesen zwei Wochen konnte ich sehr viel profitieren und erleben, wie unterschiedlich die verschiedenen Kulturen arbeiten.